PM: Der am Dienstag Tag verhaftete Sprecher von Climate Justice Action wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Dieser Haftprüfungstermin verlief für ihn negativ. Der Arrest wurde um drei Tage verlängert. Bei dem Haftprüfungstermin wurden auch Protokolle von abgehörten Handygesprächen und sms-Nachrichten vorgelegt. Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich vor allem bei deutschen Aktivisten die Anzeichen gehäuft, dass ihre Telefone überwacht werden.
„Wir hatten bereits in den vergangenen Tagen den Verdacht, dass unsere Telefone abgehört werden. Zudem wurde ein Aktivist ständig von Zivilpolizisten verfolgt“, berichtet ein Aktivist von Climate Justice Action. „Menschen die eine politisch kritische Position haben, werden durchleuchtet wie Strukturen Organisierter Kriminalität. Dänemark befindet sich auf dem abschüssigen Wege zum Überwachungsstaat. Offensichtlich dient sich die dänische Polizei ihrer Regierung als politische Polizei an.“
Nach Informationen der dänischen Presseagentur Ritzau wird Tadzio Müller unter anderem vorgeworfen zu Gewalt gegenüber Polizisten aufgerufen zu haben.

„Die Vorwürfe gegen Tadzio Müller wie unter anderem „Anstiftung zu Gewalt gegen Polizeikräfte“ sind politisch motiviert und konstruiert. Politischer Dissens soll dämonisiert werden. Der Aufruf zu der Aktion am 16. Dezember steht seit Monaten im Internet für alle einsehbar, und dabei handelt es sich um eine Aktion Zivilen Ungehorsam. Körperverletzung ist dabei ausgeschlossen und das weiß auch die Polizei“, erklärt Alexis Passadakis von Climate Justice Action. „Vielmehr hat die Polizei heute gezeigt, dass sie umstandslos bereit ist äußerst gewalttätig gegen die Teilnehmer einer friedlichen angemeldeten Kundgebung anzuwenden, um politische Kritik zu verhindern.“
Auch eine Radioaktivistin wurde am Mittwoch während der Reclaim Power-Aktion bei Aufnahmen festgenommen. Sie berichtet im Interview über ihre brutale Festnahme und entwürdigende Behandlung in der Gefangenensammelstelle.
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