Gentechnisch verändertes Essen will die Mehrheit in Europa nicht auf ihrem Teller sehen. Genmais der Sorte Mon 810 der Firma Monsanto wurde nun von Agrarminister Horst Seehofer auch als gefährlich eingestuft und sein Vertrieb, und Anbau verboten
Bei Altreetz im Oderbruch 80 km nordöstlich von Berlin wächst auf drei Feldern dennoch eben dieser Mais. Denn das Verbot kam erst nach der Aussaat. Die Kampagne Gendreck weg organisierte deshalb am Wochenende (19.-22.07.) ein Aktionswochenende mit abschließender Feldbefreiung. So nennen die KritikerInnen Aktionen zivilen Ungehorsams, bei denen die Pflanzen unschädlich gemacht – also ausgerissen oder umgeknickt werden. Stefan Zimmer von der Radiokampagne Berlin war dabei und berichtet:

So wurden die Ingewahrsamnahmen der FeldbefreierInnen denn auch von zahlreichen Journalisten verfolgt. Die Initiative wertet die Feldbefreiung insgesamt auch als Erfolg. In der Öffentlichkeit hat diese Aktion die Risiken ein weiteres Mal hervorgehoben. Aufmerksamkeit wurde erzielt. Dass Monsanto diese Aufmerksamkeit scheut, zeigen auch die einstweiligen Verfügungen, die an einige FeldbefreierInnen zuvor verschickt worden waren. Aufhalten ließen sie sich am Sonntag davon nicht.
Mehr Informationen zu der Kampagne Gendreckweg im Netz unter: www.gendreck-weg.de

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1 Kommentar
11. November, 2007 um 2:20
[...] Um 3:45 Uhr steht die Debatte um das neue und höchst umstrittene Gentechnik-Gesetz auf der Tagesordnung des Bundestages. Um diese Uhrzeit ist jedoch kein einziges Parlamentsmitglied im Plenum. Eine kritische Auseinandersetzung mit Horst Seehofers Gesetz wurde so vermieden. Mehr Informationen zur Gentechnik [...]