Im Sommer 2007 waren viele AktivistInnen und politisch interessierte Menschen rund um Heiligendamm gegen die G8 aktiv. In diesem Prozess, der für viele schon zwei Jahre vorher mit der Mobilisierung begann, wurden neue Kontakte geknüpft und politische Themen weiterbearbeitet (u.a. thematische Aktionstage, wie Migration, Landwirtschaft oder Antimilitarismus).

Wie ging und geht es nun aber weiter? Hat sich in den emanzipativen Protestbewegungen wirklich etwas verändert? Haben sie neuen und nachhaltigen Aufwind bekommen oder waren die Ereignisse im Juni 2007 doch nur ein einzelner Event, mit viel Hype und wenig substanziellem?
Um diesen Fragen nachzugehen und an den Erfahrungen von Heiligendamm anzuknüpfen treffen sich in Berlin vom 17. bis zum 20. Januar Aktivistinnen und Aktivisten aus dem ganzen Protestspektrum. Auf den „Perspektiventagen“ wollen sie „die Frage öffnen und nicht nur die ansprechen, die sich an den 8-Protesten beteiligt haben, sondern Raum geben sich gemeinsam auszutauschen und Perspektiven zu entwickeln. Welche Politik machen wir gerade? Wie stellen wir uns Veränderung vor? Wo finden Bündnisse und Kooperationen statt? Welche Teilkämpfe in der Gesellschaft sollten unsere besondere Aufmerksamkeit haben? Wo sehen wir Schnittstellen und Kristallisationspunkte für spektren- und themenübergreifende Kämpfe?“, so im Aufruf zu den Perspektiventagen.
Eine Audio-Collage von Mikro.fm aus Berlin über die Auftaktdiskussion am Donnerstag den 17. Januar geht der Frage nach: Was bleibt von Heiligendamm?
Ein akustisches Stimmungsbild von den Perspektiventagen mit Stimmen von einzelnen Teilnehmenden und von der abschließenden Pressekonferenz:
audio 8:41 min
Was nach vier Tagen voller Diskussion, mancher Kontroversen und viel gefühlter Harmonie raus kam, fragte Stefan Zimmer den Berliner Politikprofessor Peter Grotian am Ende der Perspektiventage:
audio 10:49 min
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